Ist das US-Handelsdefizit untragbar?
Das US-Handelsdefizit ist die Folge davon, dass die USA die grösste und wohlhabendste Volkswirtschaft der Welt sind. Solange die amerikanische Wirtschaft stark und wettbewerbsfähig bleibt, sollte es Anleger nicht beunruhigen.
Das US-Handelsdefizit ist die Folge davon, dass die USA die grösste und wohlhabendste Volkswirtschaft der Welt sind, sowie eine der rationalsten Volkswirtschaften — in dem Sinne, dass die meisten wirtschaftlichen Entscheidungen von rational handelnden Unternehmen getroffen werden, anders als in vielen anderen Volkswirtschaften, in denen zentrale Planung und staatliche Eingriffe letztlich zu wirtschaftlichen Ungleichgewichten und Risiken führen.
Solange die USA ein attraktiver Markt für Aktien-, Anleihe- und Immobilieninvestoren bleiben, werden sie keine Probleme haben, das Handelsbilanzdefizit durch Kapitalzuflüsse auszugleichen. Zudem verzeichnen die USA zwar ein grosses Handelsdefizit bei Gütern (~1,4 Billionen USD pro Jahr), das um rund 14 % p.a. wächst, doch sie weisen einen steigenden Handelsüberschuss bei Dienstleistungen (~300 Milliarden USD p.a.) auf, der um rund 17 % p.a. wächst, angeführt von der Technologie.
Solange die amerikanische Wirtschaft stark und wettbewerbsfähig bleibt, werden die Kapitalzuflüsse in die USA anhalten. Das US-Handelsdefizit sollte Anleger daher nicht beunruhigen und schon gar kein Grund sein, US-Anleihen oder US-Aktien zu meiden.

